Ratgeber

Ihre Märkte auf einen Blick.

Wie liest man ein Analyseblatt?

Jedes Blatt kombiniert technische Indikatoren, die auf dem realen Kursverlauf berechnet werden, und — bei Aktien — öffentliche Fundamentaldaten (Ergebnisse, Analystenkonsens). Das Urteil „wann investieren“ fasst diese Signale nach transparenten Regeln zusammen, die unten erklärt sind. Keine Vorhersagen: nur faktische Messungen und ihre klassische Deutung.

Chancen-Score (0–100)

Eine Synthese der günstigen Signale: Trend, Momentum, Analystenmeinungen, Potenzial zum Kursziel. Über 60 gilt die Konstellation klassischerweise als tragfähig; unter 40 als ungünstig.

Risiko-Score (0–100)

Basiert hauptsächlich auf der annualisierten Volatilität des Wertes, angepasst durch Trend und RSI. Hohes Risiko bedeutet starke, häufige Schwankungen — nicht zwingend einen Rückgang, aber größere Unsicherheit.

Horizonte kurz / mittel / lang

Derselbe Wert kann kurzfristig stark und langfristig fragil aussehen (oder umgekehrt). Kurz ≈ Wochen, mittel ≈ Monate, lang ≈ ein Jahr und mehr. Jeder Horizont gewichtet Momentum, Trend und Fundamentaldaten unterschiedlich.

Urteil „wann investieren“

Vorsichtige, transparente Regeln: nicht kurz vor unsicheren Ergebnissen kaufen, bei überkauften Werten lieber einen Rücksetzer abwarten, bestätigte Abwärtstrends kennzeichnen. Das vorgeschlagene Einstiegsfenster folgt aus diesen Regeln.

RSI (14 Tage)

Relative-Stärke-Index von 0 bis 100 (Wilder-Methode). Über 70: überkauft, der Kurs braucht womöglich eine Pause. Unter 30: überverkauft, ein bärischer Exzess ist möglich. Dazwischen: neutrale Zone.

MACD (12/26/9)

Die Differenz zweier exponentieller Durchschnitte des Kurses, verglichen mit ihrer Signallinie. Linie über dem Signal: bullische Dynamik; darunter: bärisch. Nützlich, um Schwungwechsel zu erkennen.

Gleitende Durchschnitte 50 / 200 Tage

Der Durchschnittskurs der letzten 50 bzw. 200 Tage. Ein Kurs über seinem 200-Tage-Durchschnitt signalisiert einen bullischen Grundtrend. Die Kreuzung beider Linien (Golden Cross / Death Cross) ist ein viel beachtetes Umkehrsignal.

KGV (Kurs / Gewinn)

Das KGV setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie: Es zeigt, wie viele Jahre des aktuellen Gewinns der Markt bezahlt. Ein hohes KGV spiegelt hohe Wachstumserwartungen wider (teurere Aktie); ein niedriges KGV eine vorsichtigere Bewertung — am besten zwischen Unternehmen derselben Branche vergleichen. Nur für Aktien, für Krypto nicht relevant.

Annualisierte Volatilität

Das statistische Ausmaß der Tagesschwankungen, auf ein Jahr hochgerechnet. ~15–25 %: klassische Aktie; 40 %+: spekulativer Wert; Kryptos liegen oft über 50 %. Je höher, desto schneller potenzielle Gewinne UND Verluste.

Krypto-Marktklima

Zwei Kontext-Anzeigen im Krypto-Tab. Der Angst-&-Gier-Index (0–100) fasst die Marktstimmung zusammen: extreme Angst bei fallenden Kursen, Gier bei steigenden. Die Bitcoin-Dominanz misst den BTC-Anteil an der Gesamtmarktkapitalisierung. Es sind faktische Stimmungsindikatoren — kein Kaufsignal und keine Empfehlung.

Stop-Loss

Ein Verkaufsniveau zur Verlustbegrenzung. Das vorgeschlagene Niveau richtet sich nach der realen Volatilität des Wertes (ATR): weit genug, um nicht vom täglichen „Rauschen“ ausgelöst zu werden, nah genug, um das Kapital zu schützen.

Ziel (Take-Profit)

Ein vorgeschlagenes Gewinnmitnahme-Niveau, proportional zu Score und Volatilität. Wer seine Ausstiege im Voraus festlegt, vermeidet emotionale Entscheidungen — in Euphorie wie in Panik.

DCA — gestaffelte Käufe

Regelmäßig einen festen Betrag investieren statt alles auf einmal: Das glättet den Einstiegspreis und senkt das Risiko eines schlechten Timings. Die vorgeschlagene Methode, wenn langfristig günstig, kurzfristig aber unsicher.

Diversifikation

Kapital nie auf eine einzige Position konzentrieren: Der je Blatt illustrative Betrag ist auf 20 % des Kapitals begrenzt und sinkt mit steigendem Risiko. Die Streuung über Sektoren und Anlageklassen federt Einzelunfälle ab.

Unsere Grenzen — ehrlich gesagt

Diese Indikatoren messen Vergangenheit und Gegenwart; keiner sagt die Zukunft voraus. Die Daten stammen aus öffentlichen Quellen und können verzögert sein. TranzHelp ist ein Informations- und Lernwerkzeug: Es bietet keine persönliche Anlageberatung, und Investieren birgt ein reales Verlustrisiko. Investieren Sie nie Geld, das Sie brauchen könnten.